

11 Fernsehstationen, 65 Journalisten, 600 Teilnehmer, 9.000 Zuseher
Der am vergangenen Wochenende in Schladming durchgeführte Mountainbike Weltcup hat die Erwartungen übertroffen. Kein Wunder, dass alle hochzufrieden sind, wenn man sich die Schlussbilanz vor Augen führt. Tourismusdirektor Kurt Pfleger rechnet alleine durch diese Veranstaltung mit 7.000 – 10.000 zusätzlichen Nächtigungen. Sportlich haben die Franzosen, Engländer, Schweizer und Russen dominiert.
OK-Chef Werner Madlencnik und Ing. Thomas Stiegler sowie die Planai-Bahnen können zufrieden Resümee ziehen: „Bereits im ersten Anlauf ist es uns gelungen auch im Sommer für ein paar Tage das Zentrum des Sportes zu werden. Aus Schladming berichteten 3 Tage lang 11 Fernsehstationen und 65 Journalisten aus aller Welt.“ Auch das Resümee des internationalen Radsportverbandes UCI (entspricht der FIS im Skiweltcup) fällt entsprechend aus: Schladming hat beste Chancen auch nächstes Jahr wieder einen Weltcup-Tripple-Event auszutragen.
Schon in der Vorbereitungszeit zu diesem Spektakel war ein großes Medieninteresse erkennbar. Die beiden im Vorfeld in Graz abgehaltenen Pressekonferenzen wurden von allen Tageszeitungen, dem ORF sowie allen wichtigen Szenemagazinen besucht. Rund 25 Journalisten belieferten ihr Medium mit Vorberichterstattungen über den UCI Mountainbike Weltcup auf der Schladminger Planai. Bereits am vergangenen Dienstag wurde Schladming von 600 Fahrern aus 35 Nationen förmlich „belagert“. Große Trucks wie man sie vom Skiweltcup her kennt sowie eine eigene, 5000m2 große Messearena (EXPO-Area) prägten das Stadtbild von Schladming.
Das Akkreditierungs-Team in der Dachstein-Tauern-Halle unter Zuljan Andrea und Tritscher Maria hatte alle Hände voll zu tun, mussten doch in kurzer Zeit rund 1.500 (!) Leute persönlich empfangen und über den Ablauf in Schladming informiert werden.
Es ist für den Veranstalter und der gesamten Region als erfreulich zu werten, dass es in dieser Sportart üblich ist, dass alle Beteiligten die Kosten für die Unterbringung selbst zahlen. In weiterer Folge waren ab Mittwoch keine Hotelbetten in der 4 Sternekategorie mehr verfügbar.
Ab Donnerstag wurde mit dem Training auf der Planai begonnen. Die Downhill-Strecke wurde adaptiert und weltcuptauglich gemacht, die spektakuläre Fourcross-Strecke wurde völlig neu errichtet, wobei die Planai-Bahnen besonderes Augenmerk auf eine umweltschonende Vorgangsweise legte und nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit handelten.
Am Freitag gingen die ersten offiziellen Trainings und Qualifikationsläufe über die Bühne, die bereits viele Schaulustige anlockten. Die beiden FM4 DJ’s Davidek und JoeJoe MC begeisterten speziell das Junge Publikum.
Am Samstag ging es dann so richtig zur Sache. Der Planai-Downhillbewerb gilt in der Szene zwar nicht als der schwerste, jedoch als der längste und schnellste Kurs. Gestartet wurde bei der Planai-Seilbahn Mittelstation, das Ziel war direkt im Olympia Stadion. Dazwischen liegen bis zu 100% Gefälle und Passagen, die den Fahrern alles abverlangten. Den Titel bei den Herren holte Atherton George (3.57.79) aus England gefolgt von Rennie Nathan und Hill Samuel, beide aus Australien. Bester Österreicher wurde Staufer Michael als 21. Bei den Damen war Sanner Marielle aus der Schweiz mit einer Zeit von 4.30.56 eine Klasse für sich. Beste Österreicherin wurde Bernhard Petra als 10.
Am Abend stand das für die Zuseher wohl interessanteste Rennen am Programm, der Fourcross. 4 Fahrer stürzen sich gleichzeitig in die mit Steilkurven und Hügeln gespickte Strecke, die besten 2 steigen jeweils in die nächste Runde auf. Bei den Männern gewann Amour Karim aus Frankreich, bei den Damen siegte Jonnier Sabrina ebenfalls aus Frankreich. Die Zuseher säumten den Zielhang entlang der gesamten Strecke.
Am Sonntag stand der olympische Bewerb „Cross Country“ am Programm. Obwohl bereits in der Nacht Dauerregen einsetzte und am nächsten Tag tiefer Boden herrschte, konnten die Bewerbe regulär ausgetragen werden. Dies spricht besonders für die Organisation und die Veranstalter. Streckenchef Pekoll Günther von den Planai-Bahnen, Thaller Herbert und Sieder Heinz haben hier für alle drei Strecken ganze Arbeit geleistet.
Der Sieg im Cross Country bei den Herren ging an Absalon Julien (Frankreich) sowie bei den Damen an Kalentieva Irina aus Russland. Burgsteiner Gerald aus Pruggern belegte im starken Starterfeld einen ausgezeichneten Platz im Mittelfeld.
Die Veranstalter, der Mountainbike Club Schladming unter Werner Madlencnik, die Event Agentur e|motion, die Planai-Bahnen und Schladming haben mit dieser Veranstaltung aufgezeigt, dass es möglich ist, tausende von Fans auch zur Sommerszeit nach Schladming zu bringen. Die reine Wertschöpfung von diesem Event liegt bei ca. € 450.000 für Schladming/Rohrmoos.
Die gute Organisation und das ausdrückliche Lob vom internationalen Radsportverband lässt den Mountainbikeclub Schladming berechtigt hoffen, dass mit dieser Veranstaltung ähnlich dem Tennisturnier in Kitzbühel ein umsatzstarkes Pendant zum Winterweltcup gefunden wurde.
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