

4-Cross Qualifikation heute ab 18.15 Uhr
Lang ist er der 4-Cross. Das bestätigten die meisten Fahrer. Zu erwarten
sind Laufzeiten zwischen 40 und 50 Sekunden. Bei den meisten
4-Cross-Kursen ist man nach 20 bis 30 Sekunden im Ziel bestätigte der
Kremser Jürgen Harrer (ASKÖ Trendsport). „Ein schneller Kurs mit
langsameren Kurven, es wird viele Positionswechsel geben,“ so der
Niederösterreicher. Dafür sprechen auch die längeren Tretpassagen.
Zu den Favoriten zählen nach Ansicht Harrers die US-Amerikaner Eric Karter
und Mike King, sowie der in Andorra lebende Franzose Cedric Gracia. Er
selbst sei Österreichweit zu den stärksten 4-Crossern zu zählen. Chancen
rechnet er sich aber nicht all zu große aus.
Sein Ziel: „Ich bin froh, wenn ich ins Top-64-Finale komme.“ In Österreich sei es schwer sich zu
verbessern so Harrer. Eigentlich gibt’s kaum Trainingsmöglichkeiten.
Im Vergleich zu den Downhillern bieten sich auch hier beim Weltcup relativ
kurze Trainingszeiten. Trainierten die Downhiller bereits Donnerstag und
Freitag jeweils am Vormittag, so haben die 4-Crosser lediglich ein einhalb
Stunden Zeit sich vorzubereiten. Das sei aber normal auf der Tour. Dafür
wird die Strecke ausreichend besichtigt, so Harrer. „Beim 4-Cross reichts,
wenn man ihn zu Fuß einprägt.“
Kurs durchs Schladminger Stadtzentrum ist zukunftsweisend!
„Hut ab“, der Kommentar von Markus Rainer – Team-Boss des Rainer-Wurz
Siemens Mobile Cannondale-Rennstalls – angesichts der ersten absolvierten
Trainings-Sessions beim Triple-Weltcup-Event in Schladming. Der erste
Eindruck lässt kaum Kritik zu. Vor allem vom Streckenbau zeigte sich der
Südtiroler beeindruckt. Der 4-Cross: Relativ lang, mit sehr schnellen
Sprüngen wird anspruchsvoll genug sein. Vom Downhill erwartet sich der
Südtiroler, dass sich vor allem die Fahrer mit dem besten Gefühl
durchsetzen werden. Die Strecke ist sehr technisch speziell in den Kurven,
so wirklich extreme Passagen gäbe es aber nicht. Respekt sei trotzdem
angesagt. Was Rainer aber speziell hervorhab: Es ist alles im Schladminger
Stadtzentrum konzentriert. Alles zu Fuß innerhalb kürzester Zeit zu
erreichen. Der Cross-Country führt sogar über den Schladminger Hauptplatz,
was aus seiner Sicht zukunftsweisend ist. „Vor allem zuschauerfreundlich.“
Ganz besonders strich der Teamchef den „tollen Zieleinlauf“ hervor. Leise
Kritik und einen Rat für die Zukunft hat der Kollege von Formel
1-Testpilot Alexander Wurz aber auch parat: „Um besser zu sein, wie die
anderen Veranstalter im Weltcup-Zirkus fehlt eine Leinwand im Zielbereich,
um die Fahrer von oben bis unten zu sehen.“
Die Trainingssessions am Donnerstag und Freitag nutzten die meisten
Downhill-Fahrer – allen voran der französische Showman und momentan im
Downhill-Weltcup an zweiter Stelle klassierte Cedric Gracia (Team
Cannondale Rainer/Wurz) voll aus. Gracia fuhr gestern sechs heute vier
Läufe auf der 2000 Meter langen – in Teilbereichen sehr steilen Strecke.
Dennoch habe er den extra langen Kurs mit unzähligen Kurven ausgestatteten
Downhill-Kurs noch nicht voll im Kopf. Auch Schlüsselstellen seien laut
Gracia vorhanden: „Vor allem zwei Wurzelpassagen sind schwer zu fahren,
weil man sie sehr exakt treffen muss. Wenns regnet, umso schwerer, sicher
ein Kampf auf Biegen und Brechen,“ erklärte der zweitplatzierte vom
Weltcup in Ford Williams.
Vom sonntägigen Cross-Country erwartet sich Teamboss Rainer, dass die
Tagesverfassung und Form entscheidend sein wird. Weniger möglich seien
Teamarbeit, weil die Streckenführung sehr steil und sehr selektiv ist.
Einen Vorteil lokalisiert er auf den technisch schweren Abfahrten für
begabte Abfahrer.
Zusatzinfos unter +43 664 11 66 970
Christoph Rothwangl Mag. – Pressechef MTB-Weltcup Schladming
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